Donauwörth im Jahre 1951: Die Wasserwacht Ortsgruppe Donauwörth wird ins Leben gerufen. Damals wie heute sorgen die Mitglieder der Ortsgruppe mit viel ehrenamtlichem Engagement für die Sicherheit der Bevölkerung in und um die Gewässer der großen Kreisstadt Donauwörth. Pro Jahr leisten die Wachgänger an den Wasserwachtstationen im Naherholungsgebiet Riedlingen und im Freibad auf dem Schellenberg insgesamt rund 500 Wachstunden und über 60 mal Erste Hilfe – harmlosere "Wehwehchen" wie kleine Schürfwunden oder die Versorgung von Bienenstichen nicht mitgerechnet. Dabei kann die Donauwörther Wasserwacht auf Spezialisten aller Art sowohl im und unter Wasser, an Land und auf dem Boot zugreifen. Die Qualifikationen reichen vom Ersthelfer bis zum hauptberuflichen Rettungsassisstenten und vom Rettungsschwimmer bis hin zu Rettungstauchern und Motorbootführern. Ein Hauptaugenmerk setzen die Wasserwachtler dabei auf die Heranführung ihrer aktiven Jugendlichen zum Wachdienst.

Abgesehen vom aktiven Wachdienst stellt die Wasserwacht Donauwörth ihr Personal der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Donauwörth und damit dem Wasserrettungsdienst zur Verfügung. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten reichen von der Personensuche und –rettung bis hin zur Bergung von Autowracks aus umliegenden Gewässern. Die Einsatzgruppe wird dabei über die Rettungsleitstelle (Notrufnummer 112) alarmiert und kann je nach Größe des Einsatzes mit bis zu zwei Fahrzeugen (Einsatzleiterfahrzeug, Mannschafts- und Gerätetransporter), vier Booten (Schlauchboot, Motorrettungsboot, zwei Hochwasserboote) und etwa 30 Einsatzkräften ausrücken.

Um für die Sicherheit von Badegästen in den umliegenden Gewässern zu sorgen reicht es jedoch nicht aus, an den Wochenenden und Feiertagen einen Wachdienst zu stellen. Deshalb bietet die Wasserwacht jedes Jahr Schwimmkurse und Rettungsschwimmkurse an, um Nichtschwimmern das sichere Schwimmen über eine kurze Strecke beizubringen oder um die Schwimmfertigkeiten von Interessierten zu festigen und auszubauen.